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Archiv für Schlagwort ‘ufo aliens’

Science Fiction – Leseprobe aus dem Kapitel “Goodbye, Stadtleben”

Science Fiction Roman: Connors Licht – Begegnung der fünften Art

Eine Leseprobe aus dem Science Fiction Roman, unkorrigierter Entwurf.

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Auf dem Schreibtisch sieht es wild aus.
Ein Stapel alte Videokassetten, DVDs mit den X-Files, vergriffene Science Fiction Romane, ein paar Ordner mit Zeitungsausschnitten und vergilbten Diagrammen, Radarbildern, alten Schwarzweißfotos, dazwischen ein lieblos zusammengewürfeltes Frühstück. Connor hängt stur am Bildschirm, liest in einem Forum leicht amüsiert, wie gerade das Video eines kanadischen Ufo-Filmers zerrissen wird.
“Fake, Mann. Da brauch ich nichtmal ein zweites Auge um das zu sehen. Das ist so grottig schlecht gemacht. Und immer muß es blinken. Blinken – hallo? Wofür brauch ET einen Blinker? Idiot…”
Er rückt seine Lesebrille zurecht. Die brauch er seit kurzem, die Zeit und das ständige Sitzen vor dem Bildschirm hinterlassen ihre Spuren. Aber er ist eitel und so werden ihn wohl höchstens die Mäuse im Haus damit sehen.

Es ärgert ihn wirklich, daß sich überall auf der Welt kleine Selbstdarsteller in den Vordergrund spielen, indem sie wie beim Geldscheinangeln Ahnungslose an der Nase herumführen und scheinbar unheimlichen Spaß dabei haben. Vielleicht stecken aber auch gezielte Aktionen dahinter, um von echten ‘Überflügen’ abzulenken? Wer weiß das schon.
‚Trotzdem, echt nicht besonders originell, dein Tape.‘ Er zieht die Augenbrauen hoch und runzelt danach wieder die Stirn. ‚Daß diese Spinner Debunkern auch immer wieder frisches Futter geben müssen. Ihr schießt euch damit doch selbst ins Knie. Dämlich.‘ Connor kratzt sich das unrasierte Kinn und schaut über den Monitor aus dem Fenster, zwei Raben streiten sich lautstark auf dem Holzstapel um einen verwitterten Stoffetzen.

Er weiß, gerade heute ist es vergleichsweise einfach, mit ausreichend Geschick und grundlegenden Kenntnissen über spezifische Charakteristika des Ufo-Phänomens, etwas zu konstruieren, das fliegt, steuerbar ist und den großen Verwandten aus Hollywood ziemlich ähneln kann. Für den überraschten Beobachter. Es ist kein Problem, mit ein wenig krimineller Energie und spitzbübischer Motivation, eine verschlafene Kleinstadt in Panik zu versetzen. Längst bedarf es keiner großen Akkus, stromfressender Glühlampen und Motoren mehr, um ein lohnendes Objekt für Youtube und die willige Ufo-Gemeinde zu schaffen. Das Web wimmelt inzwischen von Wannabe-Ufos und macht es den kleinen, meist nur aus eigener Tasche finanzierten Forschergruppen schwer, die wenige Freizeit den Fällen zu widmen, an denen manchmal doch etwas dran zu sein scheint.

Wieviele Stunden hat er schon Videos angeschaut, durch Filter gejagt, mit Fotos verglichen, die Beschreibungen von Zeugen gelesen. Immer wieder stecken Stunden voller Hoffung in seinen Bemühungen, ein kleines Detail zu finden, das ein anderer übersehen hat. Irgend ein Indiz, was zum Beweis aufsteigen könnte. Doch immer endet es auf die selbe Weise; keine ausreichenden harten Fakten, oder klarer Fake. So stapeln sich auf der einen Seite jede Menge Sichtungen von ungewöhnlichen Objekten im Luftraum, die sich als bekanntes, aber vergleichsweise seltenes physikalisches Phänomen herausstellen, auf der anderen Seite bleibt ein kleiner Rest, der sich keiner Sache eindeutig zuordnen läßt. Dort hat er die Wahl; bohre ich weiter und trage noch mehr vage Informationen zusammen, oder belasse ich es und freue mich, daß einer irgendwo zufällig etwas aufgezeichnet hat, was der ‘Real Deal’ sein könnte – oder auch alles andere.

Leicht deprimiert rührt Connor im Tee herum und schaut auf die unappetitlichen Schwebteilchen darin. ‘Wie viele Jahrzehnte wollen wir uns noch damit begnügen, Berichte zu sammeln und auszuwerten, nur um dann wieder und wieder zu erleben, daß sich der nächste Depp dazu entschließt, die Venus als Ufo beim Revier zu melden. Dummes Gegacker über grüne Männchen beim Lokalblatt ist noch das Geringste, was man dann zu erwarten hat. Die Skeptiker freuen sich wieder über neues Wasser auf ihren Mühlen, die nicht so dogmatischen Ufo-Anhängerschaft dagegen wird wieder über einen Kamm geschoren und zu Schulabbrechern und Analphabeten abgestempelt.’
“Was solls, wird nicht das letzte Mal sein.” Connor runzelt die Stirn, greift zum Brötchen mit selbstgemachtem Erbeergelee, beißt halbherzig ab und ist schon wieder auf der Suche nach neuem Videomaterial.

Als es auf Mittag zugeht, schaltet er den Rechner aus, lehnt sich auf dem knarrenden Korbstuhl zurück und verschränkt die Arme hinter dem Nacken. ‘Sollte mal den Kopf freikriegen und mich wieder mit Leuten umgeben. Die Wildscheuche funktioniert und ich könnte mich locker für ein paar Tage verdrücken. Oder wenigstens, bis ich wieder ‘ne konkrete Idee hab, wie es weitergeht.’ Er befürchtete tatsächlich, daß er die wohl idealsten Bedingungen um sich hatte, um zu einem echten ‘durchgeknallten Spinner’ zu werden. Die Stille, die völlige Abgeschiedenheit und diese Unmengen an Informationen und Mediendatein, die er Monat für Monat durchackerte. Zumal alles Themen, mit denen sich doch kein normaler Mensch in seinem Altag beschäftigen würde. Aliens, Ufos, Irrlichter; Dinge, die oft scheinbar zusammengehören, möglicherweise den selben Ursprung haben, aber sich nicht ohne ein bleibendes Maß an Zweifeln vernünftig erfassen lassen. Sie gehören einfach nicht zum konservativen Leben, das die meisten Menschen führen. Wer findet schon die Nerven, sich ernsthaft über geometrische Parameter eines unidentifizierten Flugobjektes zu unterhalten, wenn das Kind sich mit Schnupfen und Fieber plagt, man sich um die überfällige Versicherung des Eigenheims kümmern muß und der Chef die Abgabe des Projektentwurfes erwartet. …………


- mehr zum Thema Ufos (externer Link) –

Eine kurze Liste deutscher Science Fiction Autoren

Science Fiction Autoren

Hier habe ich einmal eine kurze Liste von deutschen Autoren zusammengestellt, die sich ebenfalls mit dem Genre Science Fiction  (Scifi) befassen.

Wolfgang Jeschke, Andreas Eschbach, Andreas Brandhorst, Dirk C. Fleck, Herbert W. Franke, Michael Marrak, Alexander Kröger  (aka Helmut Routschek), Wolfgang Hohlbein

Es sind die, welchen ich entweder über Jahre ausgezeichneten Science Fiction Lesestoff verdanke, bzw. die in der Szene zu Recht einen festen Stammplatz und guten Ruf ob ihrer Werke haben. Zweifellos ist es natürlich Geschmackssache, welchen der Autoren man den Vorzug gibt. So würde es mich sehr interessieren, wen die Leser meines Blogs favorisieren und warum. Nutzt die Kommentarfunktion.

 

- mehr zum Thema  (externer Link): deutsche-science-fiction.de

Science Fiction – To my English readers

Science Fiction Novel: “Connor’s Light – Close Encounters of the Fifth Kind”

The science fiction ebook “Connors Licht – Begegnung der fünften Art“, in English “Connor’s Light – Close Encounters of the Fifth Kind“, will be available late 2012. Also I will setup a similar blog in English language. This within 2012, after the German version has been released and I have free capacities to do so. For the moment I have to say sorry, especially since my English isn’t good enough to translate reading probes on the fly to satisfy your desire to get deeper into the science fiction story ;)

Nevertheless, you can enter your email into the small white field on the left, above the button “senden”. This is so to inform the German readers ONCE, the novel is available digitally in German (it’s not a newsletter field!!). So you are at least informed, it is time to watch out for the English version of this blog. Thanks for understanding.

Science Fiction – Leseprobe aus dem Kapitel “Alte Pfade, neue Ziele”

Science Fiction Roman: Connors Licht – Begegnung der fünften Art

Nach ein paar Tagen Abstinenz vom Science Fiction Blog, heute wieder mal ein kurzer Abschnitt aus einem weiteren Kapitel (noch unbearbeitet).

Leseprobe

Leise tropft sphärische Musik aus den Lautsprechern, elektronisch, synthetisch, trotzdem beruhigend, gefühlvoll und scheinbar ohne Grenzen von Zeit und Raum.

Connor dreht noch ein wenig lauter. Er mag die alten Meister dieses Genres, vor allem den Franzosen, auch wenn er den Spirit der 70er in seinen heutigen Alben vergebens gesucht hat. Jeder Mensch entwickelt sich, probiert sich aus, versucht sich an Neuem. Vielleicht hat ihn sein Stil irgendwann gelangweilt, oder die neue Musik, mit den vielen unplugged-Instrumenten auf großen Bühnen war erfüllender. Connor ist den alten, manchmal wehmütigen und getragenen Stücken treu geblieben, sie laufen bei ihm fast immer in einer Endlosschleife, wenn er an einem Kunstwerk arbeitet oder sich in der Werkstatt in eine Aufgabe vertieft hat.

Heute will er den ersten Handschlag für die Umsetzung einer Idee machen, die er selbst im Moment noch für mehr als verwegen hält, die ihn aber schon seit Tagen nicht mehr losläßt. Vielleicht ist es nur eine Dummheit, die ihm später vielleicht peinlich ist, oder aber, es ist das Nadelöhr, durch daß man muß, wenn man von der realen Welt in die der Phänomene will. Er ist sich sicher, daß auch andere Menschen, irgendwo auf jedem der sieben Kontinente, irrwitzigen Gedankenspielen folgen. Einige werden sich als Sackgasse herausstellen, ein Teil als solide Basis für weiterführende Experimente. Ein paar, ja, vielleicht auch nur ein Einziges von all denen, ist möglicherweise zwar unglaublich und widersprüchlich zu allem, was wir als wissenschaftlich fundiert betrachten – aber auch gleichzeitig das Eine, welches alleinig zum Ziel führt.

Wer kann schon mit Gewissheit sagen, ob wir tatsächlich gelegentlich von Besuchern anderer Welten auf eine uns unzugängliche Art kontaktiert werden, ob diese Wesen Aliens sind, Zeitreisende, oder sie selbst gar der Beweis für die Existenz weiterer Dimensionen?
‚Warum fühlt sich das wie ein verdammter Kompromiss an, wenn ich Zeitreisende und Aliens in einem Atemzug nenne – Rechtfertigung? Und welcher Gedanke ist dann wohl abwegiger?‘ Er stützt die Arme in die Seite und schaut zur obersten Ebene des Wandregals. Viele Kisten stapeln sich dort, penibel beschriftet und dennoch findet er nicht gleich, wonach er sucht. ‚Für jede Theorie gibt es schließlich mindestens genausoviel Kontra wie Pro. Also, was solls?‘ Connor ist es schon immer ein großes Vergnügen gewesen, den Denkansätzen schlauer Köpfe zu diesen Themen zu folgen, wie abstrakt und unausgegoren sie ihm auch bisweilen erschienen. Viele Publikationen füllen seine Kommode im Wohnzimmer, hunderte Stunden an Dokumentationen hat er auf Festplatten und CDs gespeichert. Von Zeit zu Zeit sucht er bestimmte Diskussionen heraus, wenn sie mit aktuellen Vorgängen in der Welt, oder tagesaktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen korrelieren. ‚Ist doch erstaunlich, wie viele der alten ‘Spinner’ nur wenige Jahre später plötzlich als ‘beispielhafte Vordenker’, ‘ihrer Zeit voraus’ und ‘begnadetes Genie’ tituliert und von den Mainstream-Medien hofiert werden.‘  Connor wühlt verbissen in einer Kiste mit der Aufschrift ‘alte Leiteplatten & Schaltnetzteile’. Eine große Handvoll hat er schon herausgenommen, neben sich auf dem Fußboden lose gestapelt. Er ärgert sich, daß er sich dabei an den spitzen Lötpunkten die Fingerkuppen aufreißt.


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Science Fiction – Leseprobe aus dem Kapitel “Feldversuch”

Science Fiction Roman: Connors Licht – Begegnung der fünften Art

 

unbearbeitete Leseprobe aus dem Science Fiction Roman

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Ungefähr dreihundert Meter wollte er über den Karst gehen, das sollte reichen. Trotz der starken Kopflampe stolperte er mehrmals über Unebenheiten. Er war nicht ganz bei der Sache, die Unwägbarkeiten seines Unternehmens sind offensichtlich; er baute auf mehr Spekulation, als auf bekannte, wissenschaftliche Fakten. Also hangelte er sich auch da vielleicht nur von einer Hypothese zur Nächsten?
‚Dann muss ich hier einfach einen Strich für mich ziehen. Wenn ich nur die zweifelhaften Punkte vor der Nase habe, wird das nie was. Hab’ keinen Ruf zu verlieren, sehen dürfte den ganzen Spaß auch keiner, außer hoffentlich denen, die es sehen sollen. Einfach ein Auge zuhalten und auf das Glücksprinzip vertrauen. Beim Lotto klappt’s ja auch. Und zwar immer wieder…’ Connor ist jetzt weit genug entfernt, bei einer kleinen Anhöhe setzt er sich auf einen alten Stubben und wartet. Die Ebene liegt vor ihm, nachtschwarz, ohne sichtbare Details, wie ein Meer aus schwarzer Tinte. Leichtes Blättersäuseln begleitet sein Warten auf das Einschalten der Zeitschaltuhr. ‚..noch knapp eine Minute.‘
Dann endlich, mitten im Nachtmeer zu seinen Füßen, erhebt sich ein sanfter, flimmernder Trichter. Gerade noch sichtbar am unteren Teil, schon nicht mehr wahrnehmbar nach einigen Metern. Zitternd steht er wie ein schwebendes Hologramm unwirklich in der Nacht.
“…nicht mal so schlecht!” Connor kann sich mit dem Ergebnis dieser kleinen Demonstration anfreunden. ‚Ganz werd’ ich die Streuung nicht wegbekommen. Laufen soll die Anlage ja auch nie länger als zehn Minuten. Ach, wird schon schiefgehen…‘
Ein paar Augenblicke später und das blitzende Trichter-Hologramm verschwindet jäh, das Meer aus Tinte ist wieder schwarz wie vorher. Connor macht sich auf den Rückweg. Als er die Hütte erreicht, ist es schon drei Uhr nachts, er ist hundemüde. Schnell schiebt er den Rollwagen noch in die Werkstatt, knipst das Licht aus und geht mit einem schwer beladenen Kopf voller Gedanken in die Küche. ‚Die kalte Nachtluft hätte mir eigentlich etwas Ruhe verschaffen sollen‘, denkt er  ‚aber mit schnellem Einschlafen wird’s wohl nichts werden…‘ Connor macht sich einen Happen zu Essen, lehnt sich halbherzig an den Esstisch in den gemütlichen Schein der niedrigen Küchenlampe, kreuzt die Beine und mampft grübelnd vor sich hin. ‚Du meine Güte, was Will morgen sagen wird, wenn ich ihm die Sache erzähle? Sollte ich vielleicht besser erstmal die Klappe halten? Er is’ ja offen für Verrücktheiten, aber das, was ich nun vorhab, ist wirklich etwas heftig. Um einiges ‘bekloppter’ als alles, was ich bislang verbockt hab. Ach, ich riskiers. Na, und dann kommt schon die nächste Hürde, ich muß ganz schön was an Geld zusammenkratzen, damit ich überhaupt die Technik kriege. Kann ja nicht alles aus altem Schrott bauen, soviel lager’ selbst ich nich’ in meinen Rumpelkisten.’

Einen Tee gießt er sich noch ein, dann macht er sich bettfertig. Ein langer Tag steht ihm bevor. Einer, an dem er einmal mehr die Katze aus dem Sack lässt, sich dem oft berechtigten Kopfschütteln seines alten Freundes stellt. Nicht zuletzt ist es ein weiterer Tag, näher hin zum großen Experiment, dem Versuch, zu erfahren, ob ‘sie’ wirklich hier sind – und um mit ihnen, den Besuchern in Kontakt zu treten. ‚Was für ein Wahnsinn…‘ Connor haut sich auf sein Bett, verkriecht sich unter der Decke und ist, trotz all der intensiven Grübelei, oder auch gerade wegen ihr, nach wenigen Augenblicken eingeschlafen. Durch das Fenster scheint nur ein schwacher Lichtschein. Kaum merklich, von hoch oben. Der kleine Wecker neben Connors Bett zählt gelassen die Stunden.
Ein leises, sanftes Ticken geht durch den Raum.

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