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Archiv für den Monat Dezember, 2011

Science Fiction – Leseprobe aus dem Kapitel “Alte Pfade, neue Ziele”

Science Fiction Roman: Connors Licht – Begegnung der fünften Art

Nach ein paar Tagen Abstinenz vom Science Fiction Blog, heute wieder mal ein kurzer Abschnitt aus einem weiteren Kapitel (noch unbearbeitet).

Leseprobe

Leise tropft sphärische Musik aus den Lautsprechern, elektronisch, synthetisch, trotzdem beruhigend, gefühlvoll und scheinbar ohne Grenzen von Zeit und Raum.

Connor dreht noch ein wenig lauter. Er mag die alten Meister dieses Genres, vor allem den Franzosen, auch wenn er den Spirit der 70er in seinen heutigen Alben vergebens gesucht hat. Jeder Mensch entwickelt sich, probiert sich aus, versucht sich an Neuem. Vielleicht hat ihn sein Stil irgendwann gelangweilt, oder die neue Musik, mit den vielen unplugged-Instrumenten auf großen Bühnen war erfüllender. Connor ist den alten, manchmal wehmütigen und getragenen Stücken treu geblieben, sie laufen bei ihm fast immer in einer Endlosschleife, wenn er an einem Kunstwerk arbeitet oder sich in der Werkstatt in eine Aufgabe vertieft hat.

Heute will er den ersten Handschlag für die Umsetzung einer Idee machen, die er selbst im Moment noch für mehr als verwegen hält, die ihn aber schon seit Tagen nicht mehr losläßt. Vielleicht ist es nur eine Dummheit, die ihm später vielleicht peinlich ist, oder aber, es ist das Nadelöhr, durch daß man muß, wenn man von der realen Welt in die der Phänomene will. Er ist sich sicher, daß auch andere Menschen, irgendwo auf jedem der sieben Kontinente, irrwitzigen Gedankenspielen folgen. Einige werden sich als Sackgasse herausstellen, ein Teil als solide Basis für weiterführende Experimente. Ein paar, ja, vielleicht auch nur ein Einziges von all denen, ist möglicherweise zwar unglaublich und widersprüchlich zu allem, was wir als wissenschaftlich fundiert betrachten – aber auch gleichzeitig das Eine, welches alleinig zum Ziel führt.

Wer kann schon mit Gewissheit sagen, ob wir tatsächlich gelegentlich von Besuchern anderer Welten auf eine uns unzugängliche Art kontaktiert werden, ob diese Wesen Aliens sind, Zeitreisende, oder sie selbst gar der Beweis für die Existenz weiterer Dimensionen?
‚Warum fühlt sich das wie ein verdammter Kompromiss an, wenn ich Zeitreisende und Aliens in einem Atemzug nenne – Rechtfertigung? Und welcher Gedanke ist dann wohl abwegiger?‘ Er stützt die Arme in die Seite und schaut zur obersten Ebene des Wandregals. Viele Kisten stapeln sich dort, penibel beschriftet und dennoch findet er nicht gleich, wonach er sucht. ‚Für jede Theorie gibt es schließlich mindestens genausoviel Kontra wie Pro. Also, was solls?‘ Connor ist es schon immer ein großes Vergnügen gewesen, den Denkansätzen schlauer Köpfe zu diesen Themen zu folgen, wie abstrakt und unausgegoren sie ihm auch bisweilen erschienen. Viele Publikationen füllen seine Kommode im Wohnzimmer, hunderte Stunden an Dokumentationen hat er auf Festplatten und CDs gespeichert. Von Zeit zu Zeit sucht er bestimmte Diskussionen heraus, wenn sie mit aktuellen Vorgängen in der Welt, oder tagesaktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen korrelieren. ‚Ist doch erstaunlich, wie viele der alten ‘Spinner’ nur wenige Jahre später plötzlich als ‘beispielhafte Vordenker’, ‘ihrer Zeit voraus’ und ‘begnadetes Genie’ tituliert und von den Mainstream-Medien hofiert werden.‘  Connor wühlt verbissen in einer Kiste mit der Aufschrift ‘alte Leiteplatten & Schaltnetzteile’. Eine große Handvoll hat er schon herausgenommen, neben sich auf dem Fußboden lose gestapelt. Er ärgert sich, daß er sich dabei an den spitzen Lötpunkten die Fingerkuppen aufreißt.


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